Deammonifikationsanlagen zeichnen sich durch eine hocheffiziente und nachhaltige Stickstoffelimination aus, insbesondere für hochbelastete Abwässer aus der Schlammentwässerung

Der Erftverband betreibt das Gruppenklärwerk (GKW) Kenten mit einer Ausbaugröße von ca. 120.000 EW. Die Anlage besteht im Wesentlichen aus einer mechanischen und biologischen Reinigungsstufe mit einer nachgeschalteten Filtration. Die Schlammbehandlung besteht aus einer anaeroben Faulung der eingedickten Rohschlämme mit anschließender Entwässerung mittels einer Faulschlammzentrifuge.

Am Standort soll eine separate Prozesswasserbehandlungsanlage (PWBA) mit dem Verfahren der De-ammonifikation neu errichtet werden. Die NH4-N Auslegungsfracht beträgt 257 kg/d. Die PWBA wurde als Deammonifikation als flexibel zu betreibende Anlage geplant. Die Betriebsweise kann sowohl zweistufig, einstufig als auch in einem Hybrid-/ Mischbetrieb erfolgen. Wobei der zweistufige Betrieb die Planungsbasis darstellt.

Ein Zentratspeicher (800 m³) zur Vergleichmäßigung der Zentratmengen ist bereits auf der Anlage vorhanden und kann weiter genutzt werden. Es werden zwei neue Reaktoren als Rundbehälter (je ca. 650 m³ Volumen) und ein neues Maschinenhaus errichtet. Das gereinigte Prozesswasser wird anschließend der Biologie zugeführt.

Die Bremer pro aqua GmbH hat schon mehrfach erfolgreich für den Erftverband gearbeitet und ist in diesem Projekt für die technische Ausrüstung der Prozesswasserbehandlung zuständig. Der vorgesehene Fertigstellungstermin für die Gesamtmaßnahme ist der 02. November 2026

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