Wichtige Arbeiten am "Herz" der biologischen Reinigung heißt viel Abstimmungsbedarf unter laufendem Betrieb
Aus einer Mitteilung der Stadt Marl:
"Die Kläranlage an der Otto-Haarmann-Straße in Marl wurde 1964 gebaut und 1993 erweitert. Seitdem sind etliche Anlagenkomponenten in die Jahre gekommen. Im Belebungsbecken – dem „Herz“ der biologischen Kläranlage – müssen Maschinen und Elektrotechnik erneuert werden. Dazu zählen neben Armaturen und Gebläse das Belüftungssystem und die Rührwerke, die das Wasser im Klärbecken umwälzen und Sauerstoff zuführen. So werden die Mikroorganismen in die Lage versetzt, die im Wasser gelösten Schmutzstoffe abzubauen."
Die zwei Teilbecken der Nitrifikation werden in zwei Bauabschnitten nacheinander entleert und neu ausgerüstet. Die alte Ausrüstung, bestehend aus Belüftern, Luftverteilleitungen, Rezikulationspumpen und einem Sohlrührwerk wird demontiert. Bauseits werden die Leitwände im jeweiligen Becken errichtet. Nach der Ausschalung der Leitwände erfolgt die Ausrüstung der Becken.
Da die Arbeiten bei laufendem Betrieb der Kläranlage durchgeführt werden, erfolgt die Außerbetriebnahme der Teilbecken nacheinander. Um bei der Außerbetriebnahme eines Teilbeckens die Abwasserreinigung sicher zu stellen, ist eine Mindestabwassertemperatur erforderlich. Somit ist der Zeitraum der Baumaßnahme vorgegeben und kann nicht verschoben werden.
Der Lippeverband beauftragt die Bremer pro aqua GmbH mit der Ausführung dieser anspruchsvollen Aufgabe in einem zeitlich eng vorgegebenen Rahmen.